Glas- und Metallbau



Glas gehört seit vielen Jahren und im rasant steigendem Umfang zu den architektonisch bevorzugten und verwendeten Baustoffen.
Seit fast 50 Jahren werden Vakuumhebegeräte zum Transport und
zur Montage von Glaselementen auf Baustellen eingesetzt.
Zum einen prädestiniert die im Allgemeinen glatte und gasdichte Oberfläche vonGlas Vakuumhebegeräte geradezu für diesen Zweck, zum anderen besteht schon rein konstruktiv bedingt of gar nicht die Chance andere (z.B. formschlüssig wirkende) Lastaufnahmemittel einzusetzen.



Neben den „normalen“ Anforderungen nach manuell um 360° dreh- und 90° schwenkbaren Vakuumhebegeräten mit Tragfähigkeiten zwischen 300 kg und ca. 800 kg kommen insbesondere bei schwereren Lasten immer häufiger Forderungen nach motorischen Antrieben der entsprechenden Bewegungsvorgänge.




Vakuumhebegeräte in der Lastklasse bis
zu 600 kg (hier der OKTOPUS® GK-K600)
sind die am häufigsten verwendeten Gerät.

Allerdings stellen komplizierte Gebäudekonturen, steigende Ansprüche an den Wärmeschutz, größere Gebäudehöhen und immer weiter wachsende Abmaße der zu montierenden Glaselemente auch immer höhere Anforderungen an die einzusetzenden Vakuumhebegeräte.



Selbsttätig einrastende Verriegelungs-
mechanismen für Dreh- und Schwenk-
bewegungen gewährleisten die kontrollierte
Positionierung der angesaugten Lasten unter
Berücksichtigung arbeitssicherheitstechnischer
und ergonomischer Aspekte. Abnehmbare
Verlängerungsarme ermöglichen die Anpassung
an unterschiedliche Scheibengrößen.


Einsatz des GL-K1250 bei der Glasmontage
am Dresdner Hauptbahnhof

Bei Vakuumhebegeräten größerer Tragfähigkeiten sollten zur sicheren Manipulierung der schweren Lasten hydraulisch oder motorisch betriebene Positioniereinrichtungen, die über Kabel- oder Funkfernsteuerungen bedient werden, zum Einsatz kommen.



Beim OKTOPUS® GL-M13600 übernimmt
die integrierte Hydraulik das Aufschwenken
der Last.
Auch dieses Gerät ist völlig unabhängig
von externen Stromquellen.


Beim energieautarken OKTOPUS® HD1700 werden
sowohl das Aufschwenken der angesaugten Last um 90°
als auch das Drehen der Last um 180° durch
hydraulische Antrieb realisiert.



Auch in Kombination mit speziellen Sauger-
brücken, wie z.B. beim GL-M13350GS zur
Montage konvex oder konkav gebogener
Scheiben, sind hydraulisch betriebene Positioniereinrichtungen möglich.





Insbesondere Verglasungsarbeiten im Innen- bereich, in dem herkömmliche Kräne und daran befestigte Vakuumheber nicht einsetzbar sind, erfordern besondere Handlingsgeräte zur Montage großer und schwerer Scheiben.


Das Wirth Handlingsgerät OKTOPUS® GL-V ist
ebenfalls mit einer integrierten Hydraulik
ausgestattet. Bis zu 300 kg schwere Scheiben
können mit dem GL-V gehoben und montiert
werden. Drei Hydraulikzylinder ermöglichen die
mühelose Feinpositionierung der angesaugten
Elemente. Die dreh- und schwenkbare Saugerbrücke
sowie die in allen drei Achsen justierbaren Sauger
ermöglichen die Anpassung an die
unterschiedlichsten Scheibengeometrien.









Durch den optional erhältlichen Stapleradapter können Wirth Handlingsgeräte OKTOPUS® GL-V in Kombination mit Gabelstaplern auch zur Überkopfmontage in großen Höhen eingesetzt werden.








Die um drei Achsen dreh- bzw. schwenkbare
Saugerbrücke ermöglicht die genaue und
völlig mühelose Ausrichtung der Scheiben
vor der Montage.


Als Gabelstapleranbaugeräte ausgelegte Wirth Vakuumhebegeräte OKTOPUS® kamen beim Bau der Neuen Messe in München  ebenso zum Einsatz wie bei Verglasungsarbeiten am Flughafen Oslo.
Sie bieten gegenüber Stand-Alone-Geräten natürlich den Vorteil höherer Tragfähigkeiten und größerer Kippstabilität.



Die Saugerbrücke kann nach vorn geneigt
werden, um die Scheiben im Transportgestell
anzusaugen.





Besondere Anforderungen stellt auch die Montage von verglasten Fassaden-Elementen mit Vakuumhebegeräten an eingerüsteten Bau- körpern.
Der i.d.R. nur ca. 30 cm breite  Zwischenraum zwischen  Gerüst und Fassade bietet nicht genügend Platz zum Einfädeln der Vakuumhebegeräte mit angesaugtem Glas-Element.
Dies gilt vor allem dann, wenn die Elemente zur Justierung am Montageort noch gedreht werden müssen. Das dazu notwendige Drehgelenk sowie der Krananhängearm des Gerätes führen zu einer Gerätebauhöhe von mindestens 18 – 20 cm. Eine sichere, beschädigungslose Montage der Glas-Elemente ist damit einfach nicht mehr möglich.


Beim Vakuumhebegerät OKTOPUS® FA-R
(Abb. 1) sind Drehgelenk und Krananhängearm
durch einen das Gerät umschließenden Führungs-
ring ersetzt. Dieser dient als Anschlagpunkt für
das Seilgehänge des Kranes und ermöglicht,
dass das eigentliche Gerät über 360° frei im
Inneren des Ringes rotieren kann.
Die Gesamtbauhöhe des FA-R beträgt nur
ca. zwölf cm. Damit ist die Justage der Fassaden-
Elemente am Einbauort zwischen Gerüst und Fassade unproblematisch möglich. Eine mechanische Bremsvorrichtung verhindert ein unkontrolliertes Drehen der Last z.B. infolge evtl. außermittigen Ansaugens.